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Augenlexikon

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Das Bild auf der Netzhaut

Der dioptrische Apparat des Auges ist vergleichbar mit einer Kamera. Im Idealfall treffen sich Lichtstrahlen in einem Punkt auf der Netzhaut und erzeugen so ein scharfes Bild. Dafür ist ein perfektes Zusammenspiel von Hornhaut, Pupille, Linse und Augapfel nötig. Je nachdem, ob sich ein Objekt in der Nähe oder in der Ferne befindet, verformt sich die Linse automatisch, wie beim Scharfstellen einer Kamera. Diese Fähigkeit der Verformung lässt im Alter (ab ca. 40 Jahren) nach.

Je stärker eine Linse gewölbt ist, umso kräftiger bricht sie die Strahlen. Der Brennpunkt rückt dann näher. Je kürzer die Brennweite, umso größer ist die Brechkraft. Rückt der Brennpunkt weiter hinaus, wird die Brechkraft geringer.

Als Maß für die Brechkraft gilt die Dioptrie, sie wird wie folgt berechnet: Dioptrienzahl = 1 : Brennweite in Metern. Eine Sammellinse hat +Dioptrien, eine Zerstreuungslinse -Dioptrien.

Als Sehschärfe wird die Fähigkeit des Auges bezeichnet, in einer bestimmten Entfernung zwei benachbarte Punkte noch getrennt wahrnehmen zu können.

Durch die Pupille fällt das Licht in das Auge. Je dunkler es ist, umso größer ist die Pupille, bei hellem Sonnenschein wird der Lichteinfall auf die Netzhaut reduziert. Gesteuert wird dies durch Muskelsysteme in der Iris.  Gleichermaßen wird die Brechkraft der Augenlinse durch diese Muskeln beeinflußt. Die Anpassung des Auges, der Brechkraft des dioptrischen Apparates, an die Distanz des jeweiligen fixierten Gegenstandes erfolgt durch eine Änderung der Krümmung der Linse. Diesen Vorgang nennt man Akkommodation. Wie bei einem Photoapparat durch Abnahme der Blendenweite, so nimmt beim Auge die Tiefenschärfe zu, wenn die Pupille enger wird.


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