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Linsenchirurgie

Neue Entwicklungen im Bereich der Linsenchirurgie

Mikrochirurgische Techniken und neue Entwicklungen zur Herstellung von Kunstlinsen machen es möglich, Sehfehler auch bei speziellen Indikationen und besonderen Ansprüchen optimal auszugleichen.

Das Spektrum an modernen Intraokularlinsen (IOL) ist so vielfältig wie nie zuvor. Die Tendenz geht dabei zu sehr dünnen, faltbaren IOL, die minimal-invasiv durch Schnitte mit einer Größe von maximal drei Millimeter implantiert werden können.

Um sie exakt und sicher zu positionieren, kommen Laser zum Einsatz. Der Femtosekundenlaser ermöglicht eine hochpräzise Durchführung der Schnitte.

Wir implantieren hochwertige Spezial-Premiumlinsen:

  • Multifokallinsen (MIOL)

    Eine Multifokallinse - auch Mehrstärkenlinse - weist im Gegensatz zur Monofokallinse mehrere Brennpunkte auf. Ähnlich wie die körpereigene Linse ermöglicht sie dadurch scharfes Sehen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne, erreicht allerdings nicht vollständig die Abbildungsqualität von Monofokallinsen.

    Multifokallinsen korrigieren gleichzeitig Alterssichtigkeit und Kurz- oder Weitsichtigkeit. Sie sind eine komfortable Lösung für Patienten mit grauem Star. Lesebrille oder Kontaktlinsen sind nach der Kataraktoperation dann im Allgemeinen nicht mehr erforderlich.

    Sie kommen aber auch in Frage, wenn aus medizinischen Gründen keine Augenlaseroperation vorgenommen werden kann.

  • Die Lichtadjustierbare Linse (LAL)

    Die Lichtadjustierbare Linse (LAL) ist eine neuartige Intraokularlinse, die durch Bestrahlung mit UV-Licht nachjustiert werden kann und eine dauerhafte Unabhängigkeit von Brille und Kontaktlinsen ermöglicht.

    Wie andere Intraokularlinsen dient sie als Ersatz für die eigene Linse und zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten, z.B. bei Patienten mit grauem Star, die zusätzlich kurz- oder weitsichtig sind. Herkömmliche Kunstlinsen haben eine unveränderliche Stärke. Der Vorteil der Lichtadjustierbaren Linse (LAL) besteht darin, dass sie neu „angepasst“ werden kann, wenn sich die Sehstärke nach der Katarakt-OP ändert.

    Das ergibt sich durch das Material, aus dem diese Linse hergestellt wird. Sie besteht aus Silikon, das mit speziellen lichtsensiblen Polymeren angereichert wurde. Bei der Bestrahlung mit UV-Licht einer ganz bestimmten Wellenlänge verändern diese Verbindungen ihre Struktur und Form.

  • Torische Linsen

    Wenn zur Kurz- oder Weitsichtigkeit ein Astigmatismus dazukommt, können torische Linsen den Sehfehler korrigieren. Standardlinsen sind bei einer Hornhautverkrümmung nur sehr eingeschränkt verwendbar sind. Torische Linsen werden für den Einzelfall individuell angefertigt.

  • Asphärische Intraokularlinsen

    Optimale Abbildungseigenschaften auch bei hohen Brechkräften und großen Pupillenöffnungen - garantieren asphärische IOL.

    Asphärische Linsen unterscheiden sich von anderen Intraokularlinsen in der Form der Oberfläche. Sie weist in den Außenbereichen eine geringere Krümmung auf als im zentralen Bereich. Durch die spezielle Wölbung bündeln diese Linsen alle einfallenden Lichtstrahlen in einem Punkt. Abbildungsfehler, speziell die sphärische Aberration, können so vermeiden werden. Gleichzeitig verbessert sich das Kontrastsehen.

  • Pseudoakkommodative Linsen

    Pseudoakkommodative Linsen sind innovative Intraokularlinsen, die mit guten idealen Abbildungseigenschaften einerseits und Wiederherstellung der Akkommodationsfähigkeit andererseits die Funktionsweise der natürlichen Augenlinse so gut wie möglich nachahmen sollen. Wie beim jungen gesunden Auge können im Idealfall Gegenstände in der Ferne als auch in der Nähe scharf gesehen werden, ohne dass die Qualität der Abbildung nachlässt.